Lange nichts geschrieben ...

Fast ein Jahr habe ich nichts mehr in diesen Blog geschrieben. Lange habe ich überlegt, ob ich ihn wieder löschen soll. Irgendwo fehlt immer die Zeit. Dabei hätte ich soviel zu schreiben. Zu erzählen, wie ich die Zeit erlebt habe, seit ich BiOeko ins Leben gerufen habe. Wie schön und erfolgreich beispielsweise die beiden Märkte waren, die ich mit meinen Sachen besucht habe. All die  vielen positiven Feedbacks auf meine Produkte. Oder wie mir manchmal plötzlich eine neue Idee einfällt, die ich noch umsetzten möchte. Wer auf Instagram oder Facebook mitgelesen hat, hat ein wenig mitbekommen, welche neuen Produkte entstanden sind.

 

Nebenher habe ich viel über das Thema Umweltschutz gelesen. Vor allem im Netz. Wenn man sich einmal intensiver mit diesem Thema beschäftigt, wird es einem richtig schwindlig. So jedenfalls geht es mir. Ich dachte früher immer, ich lebe bereits umweltfreundlich. Je länger ich aber darüber lese, nachdenke und recherchiere, desto klarer wurde mir, wie wenig es doch war, dass ich gemacht habe und desto unübersichtlicher und verworrener scheint mir dieses Thema. Es gäbe so viel mehr, was wir als Konsumenten in den Industriestaaten machen könnten. Erschlagen von allem was in unserer schönen Welt schief läuft, habe ich mich der Herstellung neuer Ideen und Produkte gewidmet, anstatt einen Blogbeitrag zu schreiben und mich in den vielen Themen zu verlieren. Denn verloren fühle ich mich manchmal wirklich, je mehr Hintergründe ich zu Umweltsünden weiss. 

 

Angeführt von der Lebensmittelindustrie,  der Verpackungsindustrie und der Politik, die uns alles mögliche vorgaukeln, verschweigen oder auf dem Silber Tablett servieren, nur damit am Ende der Profit stimmt. Egal ob es auf Kosten der Ärmsten dieser Welt oder der Umwelt geht.

 

Wusstet ihr zum Beispiel, dass es in vielen Lebensmitteln und Kosmetika Palmöl hat, für dessen Herstellung der Regenwald abgeholzt wird, damit die Palmen dafür gepflanzt werden können? Mehr dazu hier

Oder dass für Torferde und Torfsaatbecher Moore trockengelegt werden? Schaut beim Kauf von Blumen- und Gemüseerde unbedingt, dass diese Torffrei ist.

Neulich habe ich einen haarsträubenden Bericht über Zucht von Pangasius Fischen gesehen. Da wurde mir richtig richtig übel. Warum wird uns so etwas verkauft?



Extrem nachdenklich hat mich der Film "More than honey" gemacht. Den Dokumentarfilm über Bienen des Schweizer Regisseurs Markus Imhof kann ich euch nur empfehlen. Der Film ist bildlich wie auch inhaltlich extrem spannend. Mich hat er nachhaltig in meinem Konsum beeinflusst. Honig kaufe ich seltener, nur noch Regional oder Bio. Und als ich im Film sah, wie die Mandelplantagen in Kalifornien von Wanderbienen bestäubt werden und wie gleichzeitig alles mit Pestiziden gespritzt wird, wurde mir einmal mehr fast übel. Die Bienen verrecken buchstäblich dabei. Aber der Wanderimker verdient mit seinen Bienen trotz massenhaftem Bienensterben so unendlich viel Geld, dass er diesen Verlust in Kauf nimmt. Als nächstes habe ich beim Grossverteiler geschaut, woher die gemahlenen Mandeln stammen, die ich immer kaufe. Oh Schreck, ihr könnt es euch denken? Aus den USA. Seither verzichte ich auf Rezepte mit Mandeln oder kaufe nur noch Bio, auch wenn diese einiges teurer sind. Aber auf diese giftverspritzen Mandeln kann ich gerne verzichten.



Dass Nestlé ein fieses Geschäft mit Wasser betreibt, ist euch sicher auch bekannt? Die einzige Konsequenz etwas zu bewirken, ist in meinen Augen der Verzicht solcher Produkte. In diesem Fall der Verzicht von Nestlé Produkten. Wie viele es davon gibt und dass dazu auch Lieblingsprodukte von uns gehören, habe ich erst bei genauem Hinschauen bemerkt. Thomy Senf zum Beispiel. :-(

Ein Thema dass mich immer wieder beschäftigt, ist die Reduktion von Plastik im Alltag. Zu diesem Thema entdeckte ich einen anregenden Film des Schauspielers Jeff Bridges. Der Film ist zwar auf Englisch, aber ich denke auch ohne oder mit wenig Englischkenntnissen, ist er zu verstehen.



Dies sind nur einige Beispiele, die mir in meinem Alltag auf ein umweltfreundlicheres Leben begegnet sind. Nichts desto trotz versuche ich das Beste daraus zu machen. Ansonsten verzweifelt man dabei. Und ich glaube nach wie vor, dass wir gemeinsam als Konsumenten Grosses bewirken können. Nicht zuletzt durch unseren bewussten Konsum. Indem wir auf umweltschädliche Dinge verzichten und statt dessen nach nachhaltigen Alternativen Ausschau halten. Von Lebensmitteln, Freizeitaktivitäten, Fortbewegung und dem Alltag im Allgemeinen.

 

Wer mehr über Umweltthemen lesen möchtet, dem kann ich folgende Seiten empfehlen:

Utopia

Smarticular

WWF Schweiz

 

Auf das mein nächster Beitrag nicht erst in 10 Monaten erscheint. ;-)

Liebe Grüsse Paula


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