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Viele kleine Schritte ...

Als ich vor zwei Jahren beschloss mein Leben möglichst Plastikfrei zu gestalten, war mir nicht klar, wieviel Plastik es tatsächlich in unserem Leben und unserem Haushalt gibt. Angetrieben von der Idee mit meinen BiOeko Produkten möglichst viele Leute für das Thema zu sensibilisieren, wurde mir nach und nach bewusst, in was für einer Plastikwelt wir doch leben. Es machte mich manchmal fast ohnmächtig!Angefangen in der Küche, über die Spielsachen der Kinder bis hin zum Badezimmer. Das Badezimmer war denn auch die grösste Hürde für mich. Jedes mal wenn ich den Schrank aufmachte, überkam mich die Sintflut von Plastikflaschen und mit ihr auch das Bewusstsein, dass sogar in einigen meiner Kosmetikprodukte (Mikro)Plastik drin ist. So stellte ich zuerst alle meine Produkte auf Naturlinien um, aber das Problem mit den Plastikflaschen war noch immer nicht gelöst. Es war zum Verrückt werden! Auch das Lesen vieler toller Beiträge auf dem Seiten von Utopia und Smarticular waren Anfangs keine grosse Hilfe, weil sie mir immer wieder vor Augen führten, wie viel in meinem Leben die letzten Jahre zu Lasten der Umwelt gelaufen ist. Aber genau das war mein Antrieb, für mich und meine Nachkommen das Beste zu geben. Es nützt nichts, wenn wir uns über Vergangenes aufregen. Viel Besser ist es zu versuchen, sein Leben stetig ein Stück nachhaltiger zu gestalten. Denn wie sagt man so schön, steter Tropfen höhlt den Stein. Und so habe ich Stück für Stück in Angriff genommen und nach sinnvollen Alternativen gesucht. Plastik gibt es bei uns immer noch. Von Znüniböxli über Legos findet sich noch ziemlich viel. Aber schlimmer als der Plastik fände ich es, jetzt alles weg zu schmeissen und damit eine Menge Abfall zu produzieren. Stattdessen funktioniere ich Dinge um und ersetze defekte Dinge mit nachhaltigen und vor allem langlebigen Produkten. Denn genau hier läuft in unserer Konsumwelt extrem viel falsch. Die meisten Produkte wie Haushaltartikel wurden die letzten Jahre immer billiger und kurzlebiger. Mein Toaster zum Beispiel ist über 20 Jahre alt. Und ich weiss jetzt schon, dass ein neuer maximal 5 Jahre halten würde, weil die Geräte so gebaut sind, dass die Reparatur meistens mehr kostet als ein neues Gerät. Darum habe ich zum Beispiel meine Teflon Bratpfanne mit einer etwas teureren Gusseisenpfanne ersetzt und diese hat 30 Jahre Garantie! Da rechnet sich der Preis allemal. So gibt es ganz viele Dinge, bei denen sich ein hochwertiges Produkt letztlich nicht nur für die Umwelt bezahlt macht, sondern auch fürs Portemonnaie.

Heute zeige ich mit ein paar Bildern, was sich bei uns alles verändert hat in den letzten zwei Jahren. Und ich bin überzeugt, es liegt noch mehr drin ;-)

Einkaufen

Anstatt Einweg Plastiksäcke für Gemüse und Früchte, benütze ich Einkaufsnetze. Wenn möglich gehe ich zu Fuss mit dem öffentlichen Bus oder mit dem Fahrrad. Mit dabei sind immer eine Einkaufstasche aus Stoff oder mein Trolley. Beim Einkaufen achte ich auf regionale, saisonale Produkte oder informiere mich woher die Lebensmittel kommen, respektive unter welchen Bedingungen sie angebaut werden. Ein besonderes Auge habe ich auf sogenannte Superfoods, welche meistens vom anderen Ende der Welt kommen und genauso gut durch lokale Produkte ersetzt werden können. Dass wir seit diesem Sommer in unserem Dorf jeden Samstag einen Frischmarkt haben, freut mich besonders. So weiss ich genau woher das Gemüse, der Käse, das Brot und die eingemachten Sachen kommen. Wer sein Gemüse ebenfalls frisch vom Markt kauft, weiss welches Geschmackerlebnis es ist, im Vergleich zu Gemüse eines Grossverteilers. ;-)


Küche und Haushalt

In der Küche hat sich gleich zu Anfang ziemlich viel verändert. Als erstes habe ich die Plastik-Abwaschbürsten durch Holz ersetzt. Später kaufte ich eine Butterdose aus Glas, anstatt Butter in Plastikschale. Schon bald nähte ich für Resten oder Hefeteige beschichtete Schutzhüllen und konnte somit komplett auf Alufolie und Cellophan verzichten. Wenn es im Winter leicht über dem Gefrierpunkt ist, kühle ich Lebensmittel auf dem Fenstersims. Als unsere Teflon-Bratpfanne ihre besten Tage gesehen hatte, wurde sie durch eine Gusseisen-Pfanne mit 30 Jahren Garantie ersetzt. Als die Kapsel-Kaffeemaschine ihr zeitliches segnete, ersetzte ich sie durch eine Maschine mit Bohnen. (Kein Kaffee wäre noch nachhaltiger, aber soweit bin ich noch nicht) Und vor kurzem habe ich schöne Stoffservietten genäht, um auf Papierservietten zu verzichten, wenn wir Gäste haben. Alles getreu dem Motto: Mehrweg statt Einweg.

 


Bad und Reinigung

Das Bad als persönlicher Knackpunkt... :-) Erstmal hatte ich mir ein Buch über Haushalt- und Pflegeprodukte und noch ein anderes über Plastikfreies Leben besorgt. Das erste was ich ersetzt habe, war mein Plastikrasierer von Gillette sowie den Rasierschaum in Alubüchse. Seit einem halben Jahr benutze ich einen Rasierhobel, Pinsel und Rasierseife. Als ich mich mit dem Thema auseinander gesetzt habe, hatte ich echt schiss. Rasierhobel und Rasierklingen tönt so etwas von gefährlich, dass das Ding nach dem Kauf noch einige Woche wie ein Damoklesschwert im Bad rum lag. Irgendwann habe ich mich dann doch getraut. Und ihr glaubt es nicht, ich bin begeistert! Warum bin ich da nicht schon früher drauf gekommen. Ich finde die Rasur viel sanfter und vor allem viel anhaltender. Insbesondere die Bikinizone lässt da bestimmt nie mehr einen überteuerten Plastikrasierer ran. ;-) Ausserdem habe ich jetzt Haarbürsten und Zahnbürste aus Holz. Vor drei Monaten habe ich mich das erste Mal an selbst gemachtes Waschmittel gewagt. Auch davon bin ich total begeistert. Nicht nur vom Waschergebnis, sondern vor allem auch vom Preis. Ich habe mal ausgerechnet, dass 1.5 Liter selbst gemachtes Waschmittel etwas 0.30 Franken kostet. Ich darf gar nicht an all das Geld denken, dass wir für teures Waschmittel ausgegeben haben. ;-) Nachdem dann endlich meine letzte Flasche Duschgel aufgebraucht war (ich hatte davon unzählige Flaschen immer wieder geschenkt bekommen), wechselte ich auf Haar- und Duschseifen. Dafür nähte ich mir Seifensäckchen aus Netzstoff, um sie nach dem Duschen zu trocken. Aber auch zum Aufschäumen der Seife eignen sich diese super. Leichte Massage inklusive! Ich hätte nicht gedacht, dass mich die Seifen gleich von Anfang so begeistern. Ich habe mir im Frühling welche auf dem Markt bei Zauberseifen gekauft und kann sie nur empfehlen.

 


Outdoor

Auch Outdoor hat sich einiges getan. Wenn ich unterwegs bin, ob beim Wandern, Reisen oder im Garten, habe ich immer meine Glasflasche mit Stoffhülle dabei. So kann ich getrost auf Pet- und Plastikflaschen verzichten. Bei den Kindern habe ich es noch nicht geschafft. Aber ich werde es mal mit einer Emil-Glasflasche versuchen. Wenn wir Picknick mitnehmen, verstaue ich alles in Stoffbeuteln. Solche benütze ich auch zu Hause als Brotsack. Auf dem Balkon haben wir einen kleinen BiO-Garten eingerichtet. Einige Sachen habe ich sogar selber gesät und freue mich somit doppelt an der Ernte. Und die Kinder sehen wie die Sachen wachsen und lernen, dass sie nicht im Gestell des Grossverteilers gedeihen;-) Besonders Freude habe ich jeweils am Salat und den Tomaten. Blattläuse habe ich übrigens aus einem Gemisch aus Wasser, ein paar Tropfen Alkohol und Lavendelöl weggezaubert. Und wenn die Abende kürzer aber noch warm genug sind auf dem Balkon, erfreue ich mich an unserem Sonnenglas, welches Tagsüber via Solarzelle Sonne speichert und dieses Abends via LED wieder abgibt.


Ich hoffe meine Inputs gefallen euch und motivieren euch ebenfalls Schritt für Schritt in Angriff zu nehmen.

 

"Kleine Taten, multipliziert von Millionen von Menschen, verändern die Welt"

 

Ich freue mich auf eure Feedbacks und wünsche euch gutes Gelingen.

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Neuheiten bei BiOeko

Auch wenn es hier im Blog manchmal monatelang ruhig ist, so wird meist fleissig gewerkelt oder an neuen Ideen getüftelt. So entstanden die letzten Monate und Tage gleich mehrere Neuheiten. Zum einen nähe ich die Einkaufsnetze seit Ende letzten Jahres aus 100% Baumwolle. Aus dem Restenstoff der "alten" Einkaufsnetze entstanden praktische Seifensäckchen. Und um die Einweg Papierservietten aus meinem Haushalt zu verbannen, entstanden für mich und BiOeko farbenfrohe Stoffservietten.

Einkaufs-Netze

Die neuen Einkaufsnetze aus Baumwolle sind nicht nur nachhaltig, sondern fassen dank dem elastischen Material auch mehr Inhalt als die ersten Mesh-Einkaufsbeutel.

Stoffservietten

Die Stoffservietten sind in Grösse und Farbigkeit genauso spannend wie Papierservietten. Da sie aber Mehrweg statt Einweg sind, schonen sie nachhaltig die Umwelt.

Seifensäckchen

Die Seifensäckchen für Dusch- und Haarseifen machen nicht nur Freude beim Duschen, Du sparst damit auch jede Menge an Plastik ein, da man keine herkömmlichen Duschmittel mehr benötigt.



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Sojakerzen

Schon länger waren mir die Teelichter mit ihren Alubechern ein Dorn im Auge. Auf der Suche nach einer nachhaltigen Alternative, stiess ich zuerst auf solche aus Bienenwachs ohne Alubecher. Aber irgendwie konnte ich mich auch dafür nicht so recht erwärmen. Zum einen weil ich den Geschmack nicht mag, zum andern weil die Bienenwaben aus Wachs den Bienen zur Aufzucht von Larven und zur Lagerung der Pollen dienen und die Bienen durch die vielen Pestizide vom Aussterben bedroht sind. Paraffin und Stearin wollte ich auch nicht und Öllampen aus Flüssigöl (Sonnenblumen- oder Rapsöl) auch nicht, wegen der Kinder. Irgendwo stiess ich dann auf Sojawachskerzen. Ob es nun wirklich die nachhaltigste Wachsform ist, darüber lässt sich sicher streiten, da der Anbau von Soja genauso umstritten ist wie jener von Palmöl. Da Soja aber ein Naturprodukt ist, biologisch abbaubar und ich nebenbei noch auf die Alubecher verzichten kann, scheint es für mich im Moment die einzige Möglichkeit, wenn ich nicht auf Kerzenlicht verzichten will.

 

Ich habe mir etwas Sojawachs in Flockenform gekauft und einige Gläser damit gefüllt. Nun bin ich gespannt wie sich die Kerzen bewähren, respektive wie lange sie brennen.

 

Bei einem der Gläser habe ich einige Tropfen Zitronenöl beigefügt - als Küchenkerze für schlechte Gerüche. Einem Glas habe ich Zimt beigegeben - als Adventsduft. Und ein Glas bekam ein paar Tropfen einer Ätherischen Ölmischung beigemischt - als besonderer Raumduft. Alle anderen habe ich geruchsfrei eingefüllt.

 

Was haltet ihr davon? Was für Kerzen benützt ihr?

Wachs schmelzen

Man schmilzt das Wachs in einem Glas im Wasserbad oder direkt in einer alten Pfanne. Während dessen bereitet man leere Vorratsgläser mit den Dochten vor.

Gläser füllen

Wenn das Wachs geschmolzen ist, füllt man es vorsichtig in die vorbereiteten Gläser. Wer möchte, kann dem flüssigen Wachs einige tropfen ätherisches Öl beigeben.

Windlichter

Auch leere Windlichter, die man sonst mit Stumpen Kerzen oder Teelichter benützt, lassen sich mit Wachs befüllen.



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Neues im Shop

 

Nach einer etwas längeren Pause ist der Online-Shop wieder aufgefüllt. Fast 80 Artikel wanderten heute in den Shop. Ich wünsche euch viel Spass beim Stöbern.  Und ich möchte mich von Herzen bedanken, für alle die mich am Herbstmarkt in Engelberg besucht haben, für all eure stets so positiven Feedbacks und netten Kontakte und natürlich bei allen die bisher etwas bei mir bestellt oder eingekauft haben. Ich wünsche euch weiterhin viel Freude mit BiOeko. Und ihr dürft gespannt sein was es die nächsten Monate Neues gibt. Die Ideen gehen mir nicht aus. BiOeko findet ihr übrigens auch auf Instagram. Dort zeige ich allerlei Kreatives und Nachhaltiges aus meinem Alltag, so wie viele viele Naturfotos von meinen Erkundungen in der Natur.

 


Mesh-Einkaufsbeutel

Passend zum Herbst oder als warmer Farbtupfer in den Wintermonaten gibt es die Mesh-Beutel in einem schönen Orange Farbton.

Glasflaschen

Bei den Glasflaschen mit Stoffhülle warten über 10 verschiedene Farbvariationen auf Dich.

Frischhalte-hüllen

Die Frischhalte-Hüllen sind zur Zeit etwas verlesen. Gerne nähe ich auf Anfrage aber deine Wunschfarbe und Grösse.



BiOeko auf Instagram

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JA zur grünen Wirtschaft

Für eine nachhaltige und ressourceneffiziente Wirtschaft

In einer Woche stimmen Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger über die grüne Wirtschaft ab. Dabei geht es darum, dass die Schweizer Wirtschaft in Zukunft die natürlichen Ressourcen aus dem In- und Ausland effizient nutzt und die Umwelt möglichst wenig gefährden darf. Die Initiative will den Verbrauch von natürlichen Rohstoffen bis 2050 auf eine Erde reduzieren. Würden nämlich alle Menschen auf der Welt so viele natürliche Ressourcen verbrauchen wie die Schweizer Bevölkerung, wären dafür heute rund 3 Erdkugeln nötig. 

 

Die Gegner der Initiative finden den Zeitrahmen zu knapp, brüsten sich mit hohen Recycling Quoten, machen Angst mit höheren Konsumpreisen und neuen Steuern. Damit haben sie sicher nicht unrecht, denn

 

  • Wir sind Meister im Recyclen, aber noch grössere Meister in der Produktion von Abfall
  • Konsumgüter könnten teurer werden, wenn Produkte wie Elektrogeräte durch Innovation wieder eine längere Lebensdauer aufweisen würden. Langfristig werden hochwertige Produkte aber unser Portemonnaie und die Umwelt schonen. Langlebige Produkte statt Wegwerfkultur.
  • Lebensmittel könnten teuer werden, wenn wegen Foodwaste (weggeworfener Lebensmittel) eine Ressourcenverknappung stattfindet. In den Industriestaaten werden Lebensmittel haufenweise weggeworfen, weil wir es uns leisten können. Mehr dazu auf Foodwaste
  • So lange Auslandflüge billiger sind, als eine Fahrt im Zug von A nach B, wird niemand gewillt sein, auf die Ferien im Ausland zu verzichten. Früher musste man für die Ferien sparen. Heute fliegt man wegen der tiefen Preise gleich mehrmals jährlich irgendwo hin. Insofern lässt sich der CO2 Ausstoss vermutlich nur übers Portemonnaie reduzieren.

 

 

 Immer wieder liest und hört man von den Initiativgegnern, die Zeit sei zu knapp um die Ziele umzusetzen. Bedenkt man allerdings was in den letzten 34 Jahren an Innovationen hervorgebracht wurde, lässt dies nur erahnen, was in den nächsten 34 Jahren möglich sein wird. Wer hätte in den 70 Jahren gedacht, dass wir Strom mit Solar oder Abfall erzeugen werden, Häuser mit Erdwärme beheizen, Züge mit 200 Stundenkilometern durch die Gegend flitzen, Autos von alleine fahren werden, Telefonieren ohne Kabel möglich sein wird, Nachrichten via Internet in Sekundenschnelle um den Erdball sausen oder das Roboter unsere Arbeit übernehmen werden? Warum soll es also nicht möglich sein, mit zukünftigen Technologien eine Umweltverträgliche Wirtschaft zu erreichen? Dafür müssen aber alle am gleichen Strang ziehen. Wirtschaft und Konsumenten.

 

Eine intakte Umwelt und genügend Ressourcen für uns und unsere Nachkommen können nur durch ein Umdenken gesichert werden.

 

Selbst wenn die Initiative abgelehnt wird, müssen wir uns mittel- und langfristig mit dem Thema auseinander setzten. Anstatt Finanzkrisen drohen uns Ressourcenkrisen. Und wenn wir die im Ausland verursachten Umweltschäden (Regenwaldabholzung für Palmöl in Kosmetika/Lebensmittel oder Mikroplastik in Pflegeprodukten, welches in den Weltmeere gelangt) nicht mittragen oder verhindern, werden die Folgen davon Klimaschäden oder Klimaflüchtlinge sein.

 

Daran möchte ich heute aber nicht denken. Ich bin optimistisch genug zu hoffen, dass wir am 25. September als innovatives Land ein historisches Zeichen zu Gunsten der Umwelt und unserer Nachkommen setzten .

 

Die Übernutzung von natürlichen Ressourcen – zum Beispiel Wald, Ackerland oder Ozeane – zerstört die Lebensgrundlagen unserer Kinder und Grosskinder. Die Initiative für eine Grüne Wirtschaft fordert deshalb, dass die Schweiz bis 2050 nachhaltig wirtschaftet. Der «ökologische Fussabdruck» der Schweiz soll – auf die Weltbevölkerung hochgerechnet – eine Erde nicht überschreiten. Auch die EU und andere Länder haben sich ein solches Ziel gesetzt. Bundesrat und Parlament werden die Umsetzungsschritte definieren.


 

 

 

Eine gelungene Erklärung der Initiative auf Easyvote. Im Moment liegen die Ja Stimmen dort bei erfreulichen 77%.

 


 

 

 

Ein anschaulicher Film darüber, dass wir die Erde brauchen, aber sie braucht uns nicht. Sie wird uns alle überleben. Es ist uns überlassen, wie wir damit umgehen.


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BiOeko am Herbstmarkt Engelberg

 

Am 1. Oktober bin ich mit BiOeko am Herbstmarkt in Engelberg vertreten. Viele neue Mesh-Einkaufsbeutel, sowie Glastrinkflaschen mit Hüllen erwarten euch dort.

 

Über 30 regionale und einheimische Anbieter verkaufen ihre meist selbstgemachten Produkte. Neben allerlei genähten Sachen gibt es Woll- und Holzartikel, Schmuck, Käse, Wurst, Brot, Konfitüre, Salben, Blumen und vieles mehr. Der traditionelle Anlass ist nicht nur bei den Einheimischen, sondern auch bei den Gästen aus nah und fern sehr beliebt. Viele Schaulustige und Marktinteressierte besuchen uns jeweils in der Dorfstrasse Engelberg. Für das leibliche Wohl sorgen allerlei Essstände.

 * * * * * *

Leider ist der Lagerbestand im Shop bei einigen Artikeln wegen des bevorstehenden Marktes zurzeit relativ gering. Zudem werden vom 2. bis ca. 20. Oktober 2016 wegen Ferienabwesenheit keine Artikel versendet.

 

Ich freue mich auf euren Besuch am Markt. Bis bald ...

 


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Neue Mesh-Einkaufsbeutel

 

Heute haben wieder einige neue Mesh-Einkaufsbeutel den Weg in den Shop gefunden. Viele schöne Stoffe liegen noch zum Vernähen bereit. Die Glasflaschen sind zur Zeit leider ausverkauft. Ich habe aber eine Ladung neue bestellt. Derweil wünsche ich Euch viel Spass beim Stöbern im Shop und eine schöne erholsame Sommerzeit.

 

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1 Jahr BiOeko

 

Heute vor einem Jahr habe ich BiOeko ins Leben gerufen.

 

Eine Reise ans Mittelmeer hat mich dazu bewogen, aktiv etwas zum Umweltschutz beizutragen. Schockiert von all dem vielen Plastik an den Stränden und im Meer, war ich motiviert nicht nur meinen eigenen Haushalt in Zukunft möglichst Plastikfrei zu halten, sondern auch etwas Sinnvolles dafür zu entwerfen. So entstanden aus meiner Leidenschaft fürs Nähen und Kreativ sein die ersten Produkte wie Mesh-Einkaufsbeutel und Holzabwaschbürsten. Nach und nach kamen weitere Artikel wie die Frischhaltehüllen, Brotsäcke oder Einkaufstaschen dazu. Das neueste Produkt, die Glastrinkflaschen mit Stoffhülle, finden besonders grossen Anklang. Viele farbenfrohe und nachhaltige Produkte durfte ich bisher verkaufen. All diese Dinge helfen, wenn auch im kleinen Rahmen, unsere Umwelt ein bisschen grüner zu machen. "Steter Tropfen höhlt den Stein" oder wie man so schön sagt: Auch ein tropfender Wasserwahn füllt irgendwann das Glas. So können wir  auch im kleinen Grosses bewirken.

Ich danke an dieser Stelle herzlich für all euren motivierenden Feedbacks!

 

Liebe Grüsse Paula

 


 

Nachtrag 22. Juni 2016

Über einen Einkaufsbeutel nach Wahl aus der Auslosung der Gästebuchkommentare darf sich Debora Messerli freuen. Herzliche Gratulation!

 



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Aprikosen-Zitronen-Konfi

Ich liebe Aprikosenkonfi (Marmelde). Und ich koche auch gerne Konfitüre, da ich dann genau weiss, was in den Marmeladen drin ist. Sprich wieviel Zucker, keine künstlichen Stoffe ect. Diesmal habe ich etwas Neues probiert. Weil unsere ganze Familie saure Konfitüren liebt, kam ganz viel Zitrone mit rein.  Und weil das Ergebnis einfach eine Geschmacksexplosion ist, teile ich das Rezept gerne mit euch :-)

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1300 g gewaschene, in Stücke geschnittene Aprikosen

1300 g Zucker (Bio-Kristallzucker oder Rohrzucker)

3-4 Bio Zitronen (abgeriebene Schale und Saft)

ev. einige Blätter Zitronenthymian (in einem Teesieb)

 

Alle Zutaten mischen, unter ständigem Rühren aufkochen und köcheln lassen bis die Aprikosen zerfallen. Zitronenthymian-Sieb entfernen und Konfitüre eventuell kurz pürieren. Für die Gelierprobe gebe ich jeweils einen Teelöffel Marmelade auf einen Teller. Wenn diese nach erkalten die gewünschte Festigkeit erreicht hat, wird die Konfitüre in heisse Gläser abgefüllt. Ich lege die Gläser zum Vorwärmen jeweils kurz in heisses Wasser und lasse sie einen Moment kopfüber auf einem Gitter abtropfen. Sofort verschrauben und auskühlen lassen.

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Die abgeriebene Zitronenschale gibt der Konfitüre einen leicht bitteren Nachgeschmack. Allerdings sehr dezent. Wer das gar nicht mag, kann auf die Zugabe der Schalen verzichten.

Ich wünsche euch gutes Gelingen :-)

Konfitüren eignen sich nicht nur als Brotaufstrich, sondern auch zum Süssen von Naturjogurt.

Der kleine Rest, für den sich ein neues Glas nicht mehr gelohnt hat, habe ich in eine Schale gegeben und mit einer Frischhalte-Hülle abgedeckt.

Frischhalte-Hüllen eignen sich hervorragend als nachhaltigen Ersatz für Cellophan und Alufolie.



Nachhaltige Butterdosen

Nachhaltig ist auch unsere neue Butterdose aus Glas. Früher haben wir oft Butter in Plastikschalen gekauft. Aus Bequemlichkeit. Heute bekomme ich fast die Krise, wenn ich an all die Plastikschalen der letzten Jahre denke. :-(

Alle Veganer bekommen wahrscheinlich die Krise, weil wir Milchbutter essen. Das ist aber ein anderes Kapitel. Wenn man wie ich mit Kühen aufgewachsen ist und auf 1000 Meter über Meer lebt, wo es nur Milchwirtschaft gibt, kann man sich etwas anderes kaum vorstellen. Aber sag niemals nie :-)

Wer sich für Butter Alternativen interessiert, findet auf dem Blog von AnSTATTdessen ein Rezept dafür.  Vielleicht habt ihr ja Lust es auszuprobieren? Die nachhaltigen Glas-Butter-Dosen eignen sich jedenfalls für beide Varianten. ;-)



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Gemüse aus der Wüste ?

Heute morgen war mein Einkauf wieder einmal recht ernüchternd. Ich habe beim Grossverteiler geschaut woher all das Gemüse stammt, welches nicht in der Schweiz produziert wird. Und was sehe ich da? Bohnen und Mais stammen aus Marokko, Kartoffeln aus Israel ect. Marokko, ein Land das hauptsächlich aus Wüste besteht, produziert für uns Gemüse, obwohl wir über weit mehr Wasser verfügen, nur damit wir zu jeder Jahreszeit alles essen können? Verrückt! Gekauft habe ich schliesslich Schweizer Erdbeeren und deutschen Spargel.

 

Balkongarten

Du hast keinen Garten? Gemüse lässt sich auch auf dem Balkon pflanzen. Ich habe seit diesem Jahr eine Treibbeet-Kiste. Einen Teil der Pflanzen habe ich selber gezogen. Nach nur 6 Wochen konnte ich den ersten Salat ernten.

Fensterplatzgarten

Wer keinen Balkon hat, kann Salat, Kräuter, Radieschen und Karotten auch in Blumenkisten auf dem Fensterbrett pflanzen. Damit die Kisten nicht runterfallen, habe ich mir einen Fensterbrett-Zaun gebastelt.



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Glastrinkflaschen mit Stoffhülle

Um auf Pet- und Plastikflaschen zu verzichten, ist ein weiteres nachhaltiges Produkt bei BiOeko entstanden. Glastrinkflaschen mit Stoffhülle, zum Mitnehmen auf den kleinen Ausflug, ins Büro, zum Sport oder für Balkon und Garten.  Die Geruchsneutralen Flaschen von Equa lassen sich mit Leitungswasser oder Tee befüllen und vor allem nachfüllen. Da unser Leitungswasser besser als jedes gekaufte Wasser ist, kann man die Flaschen immer und überall kostenlos nachfüllen. Auch gesprudeltes Wasser, zum Beispiel aus einem Sodastream lässt sich problemlos einfüllen. Wer es gerne mit Geschmack mag, kann das Wasser mit Zitrone oder Sirup anreichern. Da sagen wir den Plastik- und Petflaschen gerne ade ;-) Die wattierten Stoffhüllen schützen die Flaschen vor Schlägen, Wärme und Kälte und sind ein schöner Farbtupfer im Alltag.

 

Reversible

Alle Flaschenhüllen sind zweifarbig genäht. Sie können sowohl Innen wie Aussen benützt werden.

Picknick-Set

Die meisten BiOeko Produkte sind farblich abgestimmt und somit sehr gut kombinierbar. Aus den Stoffbeuteln und Flaschenhüllen ergeben sich schöne Picknicks-Sets, zum Beispiel als Geschenk.

Glasflaschen EQUA

Die schönen mundgeblasenen Glasflaschen von EQUA ergänzen die Hüllen perfekt und überzeugen in Design und Handlichkeit.



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MESH-BEUTEL in neuen Farben

Die letzten Tage sind endlich wieder ein paar neue Mesh-Einkaufsbeutel fertig geworden. Im Shop findet ihr aktuell von jeder Grösse 5-7 verschiedene Farben. Die Beutel eigenen sich nicht nur zum Einkaufen von Früchten und Gemüsen. Auf Reisen sind sie praktische Helfer im Koffer für Unterwäsche, Socken und Kleinkram.

Für alle Fans von Pastellfarben gibt es neu die Farbe Rosa kombiniert mit einem schönen Rankenstoff im Sortiment.

BiOeko Produkte lassen sich vielfältig kombinieren. So ergeben sich schöne Sets als Geschenke.

Gemüse kann man auch gemischt abfüllen. In diesem Falle beim Einkaufen das Gemüse lose wägen, zusammen einpacken und alle Zettel auf den Stoff kleben.

Bei den Frischhalte-Hüllen gibt es neu die Farbe Aubergine mit Türkis, Lemon oder Pink.



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Leere Salben Tupen

Was macht ihr mit euren "leeren" Salbentuben? Ich schneide sie jeweils auf und bin immer wieder aufs Neue fasziniert UND schockiert wie viel Inhalt noch in den Tuben ist. Und noch mehr überrascht bin ich jeweils, wie lange der restliche Inhalt noch reicht. Denn eigentlich könnte man ja denken die Tube sei leer, wenn aus der Öffnung nichts mehr raus kommt. Ein kleiner bescheidener Beitrag an die Umwelt, denn ich schätze, dass ansonsten rund ein Drittel Inhalt weggeworfen würde und die Tube bleibt auch etwas länger im Einsatz.

Inhalt der Tube über eine Kante nach Vorne streichen.

Tube aufschneiden

Inhalt aus dem oberen Teil mit einem Löffel in den unteren Teil streichen.

Den oberen Teil als Deckel benützen.



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Ausland Versand

 

Liebe Nicht-Schweizer BiOeko Fans

Leider musste ich den Auslandversand wieder aus dem Shop nehmen,

da die Versandgebühren von der Schweiz ins Ausland viel zu hoch sind. Schade! :-(

Daher versende ich ab sofort nur noch innerhalb der Schweiz.

Besten Dank für Euer Verständnis und herzlichen Dank für eure Nachfragen.


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Löwenzahn-Honig

Honig muss nicht unbedingt von Bienen sein, diesen können die Bienen gut selber brauchen als Nahrung. Ein ebenbürtiger Honig lässt sich mit etwas Aufwand aber gut selber herstellen. Zum Beispiel als Brotaufstrich oder zum süssen von Naturjoghurt oder Tee.

 

Löwenzahn sammeln

Als erstes werden ganz viele Löwenzahn Blüten gesammelt. Am besten irgendwo wo keine Hunde und Katzen vorbei kommen :-)

Dann werden die Blütenblätter ausgezupft und in eine Pfanne gegeben.

Blüten zupfen

Auf 120 Gramm Blüten haben wir 2 Liter Wasser und die Schalen von zwei abgeriebenen Bio Zitronen dazu gegeben. Diese Mischung aufkochen und ein paar Minuten kochen lassen. Anschliessend wieder abkühlen. Dann 12-24 Stunden ruhen lassen.

Einkochen

Anschliessend die Blüten absieben und dem Sud 1.8 kg Rohrzucker und den Saft von zwei Bio Zitronen beigeben. Diesen Sud aufkochen und auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis die Flüssigkeit anfängt zu dicken. Dies kann recht lange dauern. Habt einfach Geduld und rühren nicht vergessen. 


Den fertigen Honig heiss in vorgewärmte Gläser abfüllen und sofort verschrauben.

Und fertig ist eurer einzigartiger Honig!



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Lange nichts geschrieben ...

Fast ein Jahr habe ich nichts mehr in diesen Blog geschrieben. Lange habe ich überlegt, ob ich ihn wieder löschen soll. Irgendwo fehlt immer die Zeit. Dabei hätte ich soviel zu schreiben. Zu erzählen, wie ich die Zeit erlebt habe, seit ich BiOeko ins Leben gerufen habe. Wie schön und erfolgreich beispielsweise die beiden Märkte waren, die ich mit meinen Sachen besucht habe. All die  vielen positiven Feedbacks auf meine Produkte. Oder wie mir manchmal plötzlich eine neue Idee einfällt, die ich noch umsetzten möchte. Wer auf Instagram oder Facebook mitgelesen hat, hat ein wenig mitbekommen, welche neuen Produkte entstanden sind.

 

Nebenher habe ich viel über das Thema Umweltschutz gelesen. Vor allem im Netz. Wenn man sich einmal intensiver mit diesem Thema beschäftigt, wird es einem richtig schwindlig. So jedenfalls geht es mir. Ich dachte früher immer, ich lebe bereits umweltfreundlich. Je länger ich aber darüber lese, nachdenke und recherchiere, desto klarer wurde mir, wie wenig es doch war, dass ich gemacht habe und desto unübersichtlicher und verworrener scheint mir dieses Thema. Es gäbe so viel mehr, was wir als Konsumenten in den Industriestaaten machen könnten. Erschlagen von allem was in unserer schönen Welt schief läuft, habe ich mich der Herstellung neuer Ideen und Produkte gewidmet, anstatt einen Blogbeitrag zu schreiben und mich in den vielen Themen zu verlieren. Denn verloren fühle ich mich manchmal wirklich, je mehr Hintergründe ich zu Umweltsünden weiss. 

 

Angeführt von der Lebensmittelindustrie,  der Verpackungsindustrie und der Politik, die uns alles mögliche vorgaukeln, verschweigen oder auf dem Silber Tablett servieren, nur damit am Ende der Profit stimmt. Egal ob es auf Kosten der Ärmsten dieser Welt oder der Umwelt geht.

 

Wusstet ihr zum Beispiel, dass es in vielen Lebensmitteln und Kosmetika Palmöl hat, für dessen Herstellung der Regenwald abgeholzt wird, damit die Palmen dafür gepflanzt werden können? Mehr dazu hier

Oder dass für Torferde und Torfsaatbecher Moore trockengelegt werden? Schaut beim Kauf von Blumen- und Gemüseerde unbedingt, dass diese Torffrei ist.

Neulich habe ich einen haarsträubenden Bericht über Zucht von Pangasius Fischen gesehen. Da wurde mir richtig richtig übel. Warum wird uns so etwas verkauft?



Extrem nachdenklich hat mich der Film "More than honey" gemacht. Den Dokumentarfilm über Bienen des Schweizer Regisseurs Markus Imhof kann ich euch nur empfehlen. Der Film ist bildlich wie auch inhaltlich extrem spannend. Mich hat er nachhaltig in meinem Konsum beeinflusst. Honig kaufe ich seltener, nur noch Regional oder Bio. Und als ich im Film sah, wie die Mandelplantagen in Kalifornien von Wanderbienen bestäubt werden und wie gleichzeitig alles mit Pestiziden gespritzt wird, wurde mir einmal mehr fast übel. Die Bienen verrecken buchstäblich dabei. Aber der Wanderimker verdient mit seinen Bienen trotz massenhaftem Bienensterben so unendlich viel Geld, dass er diesen Verlust in Kauf nimmt. Als nächstes habe ich beim Grossverteiler geschaut, woher die gemahlenen Mandeln stammen, die ich immer kaufe. Oh Schreck, ihr könnt es euch denken? Aus den USA. Seither verzichte ich auf Rezepte mit Mandeln oder kaufe nur noch Bio, auch wenn diese einiges teurer sind. Aber auf diese giftverspritzen Mandeln kann ich gerne verzichten.



Dass Nestlé ein fieses Geschäft mit Wasser betreibt, ist euch sicher auch bekannt? Die einzige Konsequenz etwas zu bewirken, ist in meinen Augen der Verzicht solcher Produkte. In diesem Fall der Verzicht von Nestlé Produkten. Wie viele es davon gibt und dass dazu auch Lieblingsprodukte von uns gehören, habe ich erst bei genauem Hinschauen bemerkt. Thomy Senf zum Beispiel. :-(

Ein Thema dass mich immer wieder beschäftigt, ist die Reduktion von Plastik im Alltag. Zu diesem Thema entdeckte ich einen anregenden Film des Schauspielers Jeff Bridges. Der Film ist zwar auf Englisch, aber ich denke auch ohne oder mit wenig Englischkenntnissen, ist er zu verstehen.



Dies sind nur einige Beispiele, die mir in meinem Alltag auf ein umweltfreundlicheres Leben begegnet sind. Nichts desto trotz versuche ich das Beste daraus zu machen. Ansonsten verzweifelt man dabei. Und ich glaube nach wie vor, dass wir gemeinsam als Konsumenten Grosses bewirken können. Nicht zuletzt durch unseren bewussten Konsum. Indem wir auf umweltschädliche Dinge verzichten und statt dessen nach nachhaltigen Alternativen Ausschau halten. Von Lebensmitteln, Freizeitaktivitäten, Fortbewegung und dem Alltag im Allgemeinen.

 

Wer mehr über Umweltthemen lesen möchtet, dem kann ich folgende Seiten empfehlen:

Utopia

Smarticular

WWF Schweiz

 

Auf das mein nächster Beitrag nicht erst in 10 Monaten erscheint. ;-)

Liebe Grüsse Paula


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Ökobilanz Kaffeekapseln

Wir besitzen eine Tchibo Kapsel Maschine. Der Abfallberg der Kapseln gab mir seit geraumer Zeit sehr zu denken und die Entsorgung liess mir keine Ruhe. Weltweit fallen jedes Jahr Tausende von Tonnen Kapsel-Abfall an, ganz zu schweigen vom Energie- und Ressourcen Verbrauch bei der Herstellung der Kapseln.  Ich habe im www nach Ökotests und Ökobilanzen  gesucht. Gefunden habe ich allerlei. 

Geblieben ist die grosse Ernüchterung. Kaffeekapseln sind der Umweltschreck schlechthin! So empfinde ich es. Und neben einer schlechten Ökobilanz ist der Kapselkaffee auch noch viel teurer. Umgerechnet kostet ein Kilo Kapselkaffee bei Tchibo zwischen CHF 40-50 Franken, je nach Sorte. Bei Nesspresso kostet das Kilogramm CHF 70.00 und mehr!!!! Kauft man aber beispielsweise bei Coop ein Kilo Naturaplan Bio Kaffee kostet dieses CHF 16.00!

 

Ihr glaubt ja nicht was diese Erkenntnis bei mir ausgelöst hat. Kaffeemaschine verkaufen? Entsorgen und somit noch mehr Abfall produzieren? Keinen Kaffee mehr trinken? Es musste doch irgend eine vernünftige Lösung geben. Ich googelte weiter. Bestimmt war ich nicht die Einzige, die irgendwann eine Kapsel-Maschine gekauft hatte ohne den ökologischen Aspekt zu beachten.

 

Und siehe da, es gibt eine für mich tragbare Variante, damit ich 

1. die Maschine behalten kann

2. Geld sparen kann und 

3. das Wichtigste: Dass meine Lösung nachhaltig und ökologisch ist. Nicht 100%, aber fast!

 

Wieder befüllen.

 

Ich fand für die Tchibo-Maschinen Anleitungen wie man die Kapseln nachfüllen kann. Das musste gleich ausprobiert werden. So entdeckte ich nach dem Entfernen des Aludeckels auch, was in so einer Kapsel alles steckt. Nicht etwa nur Kaffee, sondern noch zwei Plastiksiebe. Ich staunte nicht schlecht.

Ich habe alle Teile sauber gewaschen und trocknen lassen. Dann habe ich die Siebe wie gehabt wieder eingesetzt und die Kapsel mit Bio Kaffee befüllt. Und das ist das Wichtigste: es sollte Bio Kaffee sein! Denn die Kapseln selbst sind nicht das einzige Umweltproblem. Wenn der Kaffee nicht Fairtrade oder Bio prodziert wurde, ist dies noch viel umweltschädlicher als die Herstellung der Kapseln, denn ein Grossteil der Umweltschäden ist auf den enormen Pestizidverbrauch in der Landwirtschaft zurück zu führen, ganz zu schweigen von den Waldrodungen für den Kaffeeanbau. Das der weltweite Pesdizidverbrauch unter anderem für das Bienensterben verantwortlich ist, ist für mich ein weiterer Aspekt. 

Bis zur Nachfüllung der Kapseln wäre meine Variante soweit ziemlich umweltverträglich. Leider nicht ganz. Da ich die Kapsel liegend (Sieb zur Seite) einwerfen muss, braucht das obere Sieb einen "Deckel", damit es nicht rausfällt. Hierfür benütze ich ein kleines Stück dünne Alufolie. Leider fällt mir zur Zeit keine bessere Lösung ein. :-( Aber in Anbetracht, dass unser Abfall um ein zig-faches reduziert wurde, kann ich im Moment damit leben. 

Mein Mann, selbst kaum Kaffeetrinker, kann die Mühe nicht ganz nachvollziehen. Aber für mich ist es wieder EIN Tropfen mehr auf meinem Weg nachhaltiger und ökologisch zu leben. 

Ein Pluspunkt fand ich bei den Kapseln doch noch. Diese verbrauchen eine minimale Menge an Kaffee. Das ist in Anbetracht der verheerenden Lebensmittelverschwendung in den Industriestaaten positiv. Denn all zu oft werden die mit Filtern zubereiteten Kaffeekannen nicht ganz ausgetrunken und beim Kaffeeautomaten wird mehr Kaffee pro Tasse verbraucht. Aber das ist für mich nur ein kleiner Trost.

Für das Luxusmodell Nespresso gibt es bei mycoffeestar.com übrigens Edelstahlkapseln zum Nachfüllen.


Hier einer der Ökobilanzen, die ich im Internet gefunden habe. Es gibt aber noch viele andere.


Wie findet ihr die Idee? Gut? Zu Aufwendig? Überflüssig? Ich freue mich über eure Feedbacks.

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Erfreuliches und Bedenkliches

Mein heutiger Beitrag könnte auch lauten: Dies und Das aus den vergangenen Wochen. Ich nenne ihn aber Erfreuliches und Bedenkliches und erzähle euch ein bisschen, was mich denn zum Thema Umwelt und Natur erfreut hat und was ich Bedenkliches gelesen, gesehen und erlebt habe.

 

Letzte Woche habe ich mit meiner Familie einen Ausflug zur Rosenlauischlucht gemacht. Als ich in dieser imposanten und wild tosenden Naturwelt stand, wurde mir ein mal mehr bewusst, wie klein wir Menschen doch sind. Und ich fühlte mich in meinem Entschluss bestätigt, etwas zum Umweltschutz beizutragen. Passend dazu bin ich über diesen Film "gestolpert" bin. "Die Natur braucht keine Menschen. Aber wir brauchen die Natur."

 

Während unseren Frühlingsferien Anfangs Juni reisten wir mit der Fähre nach Korsika. Unser Sohn wünschte sich nichts sehnlicher, als Delfine zu sehen. Da die Delfine vom Aussterben bedroht sind, wunderte ich mich nicht, dass wir keine zu Gesicht bekamen. Umso ERFREULICHER entdeckte ich dann auf der Facebookseite von Corsica Ferries, wie ein paar Delfine vorne am Bug der Fähre mit geschwommen sind, kurz nach dem wir wieder zu Hause waren. Mein Sohn war sehr enttäuscht, dass wir die Delfine nicht real gesehen haben. Ich fand es allerdings einfach nur ERFREULICH, dass es überhaupt noch Delfine gibt im Mittelmeer.

 

Neben ERFREULICHEN Dingen in der Natur, fand ich gestern im Wald liegen gebliebene Bierflaschen. Das Menschen ihren Abfall einfach liegen lassen, nachdem sie die Natur genossen haben, finde ich mehr als BEDENKLICH. Darum habe ich die Flaschen, sowie rumliegendes Aluminium mitgenommen und fachgerecht entsorgt.

 

Dann habe ich auf dem Blog von Raumfee noch einen interessanten Bericht über Bienen und das Bienensterben entdeckt. Vielleicht habt ihr Lust ihn zu lesen? Katja von Raumfee hat eine bemerkenswerte Gabe, ihre Blogbeiträge in einer für mich sehr spannenden und interessanten Sprache zu formulieren. Ich bin immer wieder von ihren Beiträgen fasziniert. Dass die Bienen vom Aussterben bedroht sind, teile ich aber in die Kategorie BEDENKLICH.

 

Ich wünsche euch eine schöne Woche und hoffe ihr dürft ganz viel ERFREULICHES erleben. Ich mache mich derweil ans Nähen, damit es im Shop bald wieder kleine und mittlere BiOeko Einkaufsbeutel gibt.

Liebe Grüsse Paula

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Einkaufsbeutel - Eine tolle Idee, aber keiner wird sie benützen. Mein erstes Einkaufserlebnis mit BiOeko Einkaufsbeuteln...

Als ich meine BiOeko Einkaufsbeutel zum ersten Mal zum Einkaufen mitnahm, war ich ehrlich gesagt ein bisschen aufgeregt. So wie immer, wenn man etwas das erste Mal tut. Ein leichtes Kribbeln in der Magengegend. "Wird jemand merken, dass ich keine Plastikbeutel benutze? Wird jemand fragen warum ich das mache? Soll ich das jetzt wirklich machen..." Gottlob kam dann diese innere Stimme die mich daran erinnerte: "So jetzt reiss dich zusammen. Du hast dein ganzes Herzblut, deine Freude am Nähen und deine Leidenschaft für die Natur in dieses Projekt gesteckt ohne zu überlegen was Gott und die Welt darüber denken wird. Also geh einfach in den Laden und kaufe was du kaufen wolltest!"

Also gut, ich habe den ersten Beutel mit Früchten gefüllt und zusammen mit meinen anderen Einkäufen auf die Theke unseres Quartier Ladens gelegt. Was dann kam, übertraf meine Erwartungen vollends. Die Verkäuferin fragte ganz begeistert, wo ich denn diesen tollen Beutel her habe.

 

ICH {Oh-ich-werde-rot} "Den habe ich selbst genäht"

SIE "Waaas??? Du solltest die Beutel verkaufen!"

ICH "Ja das mache ich."

SIE "Wenn dir mal langweilig ist, kannst du gerne ein paar mehr nähen und vorbei bringen. Wir verkaufen sie gerne für dich"

ICH {Hilfe-ich-werde-noch-röter} "Oh danke!"

SIE "Weisst du, das verrückte daran ist, alle werden sie kaufen, aber keiner wird sie benützen."

ICH "Warum meinst du?"

SIE "Weil die Leute viel zu bequem sind. Es ist traurig aber wahr! Die Großverteiler machen alle so tolle Mehrwegtaschen, aber wir brauchen auf 100 Kunden mindestens 90 Taschen, weil kaum jemand, ausser dir, eine Tasche mitbringt. Das finde ich so tragisch. Das Geld für die Taschen reut mich nicht. Aber dass die Taschen im Abfall oder sonst wo landen."

 

Na toll, was sage ich dazu? Ein nachhaltiges Gespräch. Aber genau aus diesem Grund möchte ich auf unsere Wegwerfgesellschaft aufmerksam machen. Meine Beutel sollen nicht nur die Umwelt schonen, sondern anregen, die eigenen Gewohnheiten zu überdenken. Auch bei mir gibt es noch Allerhand, dass verändert oder verbessert werden kann. Ich denke da mit recht unguten Gefühlen an meine erst vor kurzem erworbene Kapsel-Kaffee-Maschine. Warum habe ich damals nicht an den Abfall gedacht?! Ihr seht ich bin keine Heilige.

 

Ich habe meiner überaus netten Verkäuferin dann erklärt, dass mir sehr wohl klar sei, dass meine Ideen ein Tropfen auf dem heissen Stein sind. Nicht der Verkauf meiner BiOeko Sachen sind der eigentliche Erfolg, sondern dass ich meine Leidenschaft (das Kreative) ausüben kann, dass andere Freude haben daran und dass sie ihr persönliches Verhalten zu Gunsten der Umwelt ein bisschen überdenken und vielleicht sogar ändern. 

 

Ich stelle mir das ein wenig so vor, wie wenn man ein leeres Glas unter einen tropfenden Wasserhahn stellt. Es dauert vielleicht etwas länger, aber das Glas wird irgendwann auch voll sein. :-)

 

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